Das TrabantForum

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  Donnerstag, 24. November 2022
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Chris601
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geschrieben: 28-11-2000 09:33 EST Klick hier für das Profil von Chris601 Klick hier fü eine EMail an Chris601 Besuche Chris601's Homepage! Eintrag bearbeiten
Früher hätte ich es an den Straßenverkehr geschrieben, heute poste ich halt hier
Ich habe an meinem Trabant eine kleine Änderung mit großer Wirkung "verbastelt".
Jeder Schrauber kennt das Pproblem: Wenn man die M10 Verschraubung am Krümmer zum Vorschalldämpfer gelöst werden muss ist diese meist so angegammelt, daß man sie kaum lösen kann. Einigen werden sicher schon mit der Bohrmaschiene oder anderem Elektro-Werkzeug dran verzweifelt sein... Erschwerend kommt hinzu, daß man diese Verschraubungen zwar von oben prima erreichen kann aber von unten fast verzweifeln kann... Als ich beim Bund mal lange Weile hatte habe ich mir 2 Metallstreifen angefertigt, die ca. 7-10 mm stark waren und die Außenabmessungen 20x40mm hatten. da in die Mitte ein Loch gebohrt und ein M10er Gewinde geschnitten. Dann noch 2 Edelstahlschrauben M10 und lang genug (50mm oder so sollte reichen) und fertig ist das Teil.
Schraubt man jetzt den Krümmer wieder mit dem VSD zusammen legt man die Gewindeplatten unter die Löcher des VSDund steckt von oben die Schrauben durch und dreht sie handfest (länger wie 2-3 Gewindegänge kann man den VSD alleine sowieso nich halten ) U-Scheiben nicht vergessen) Nun kann man mit 17er Schlüssel (besser Ratsche) die Schrauben nachziehen, ohne von unten gegenhalten zu müssen.
Beim ersten Motorwechsel wird man diese Arbeit zu schätzen wissen. Wers nicht macht, ärgert sich spätestens jetzt
Ich habe die Edelstahlschraube jetzt seit ca. einem Jahr und 30tkm drann. Sie hat sich zwar etwas verfärbt (Anlassfarben) aber es aht sich keinerlei oxidation gebildet und die Schraube lässt sich leicht lösen. Als Gewindeplatte habe ich unbehandelten Stahl genommen. Der ist zwar angerostet aber bis ca. 8mm Stahl durch sind, dauerts 'ne Weile. Außerdem hätte jede Schutzschicht am heißen Krümmer eh keine Chance und das Gewinde ist dann sowieso ungeschützt...

kupy
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Registriert am: 11-10-1999
geschrieben: 28-11-2000 09:43 EST Klick hier für Profil von kupy Klick hier für EMail an kupy Eintrag bearbeiten
Gute Idee, Chris! Ich habe einfach an jeden Schraubenkopf eine Mutter seitlich angeschweißt, Blechstreifen gehen auch. Dann hat nan den gleichen Effekt, daß die Köpfe nicht mehr mitdrehen. Und wer hat, kann auch noch unter die Muttern (bei natürlich längeren Schrauben) je 1 Feder setzen. Das entkoppelt schwingungsmäßig etwas den Motor vom Auspuff. Erprobt z.B. im Flugzeugbau. Und wie heißt es doch so schön: Trabant- nur fliegen ist schöner!
kupy
Einträge: 7563
Registriert am: 11-10-1999
geschrieben: 28-11-2000 10:26 EST Klick hier für Profil von kupy Klick hier für EMail an kupy Eintrag bearbeiten
Huch, wieso war der Eintrag jetzt 2x da???
Wieder ein geheimnisvoller Forum-Fehler... Der 2. Thread wird sicher um 0 Uhr beim Update verschwinden... Chris601

[Bearbeitet von Chris601 (28-11-2000 - 10:26)]

Andre
Einträge: 2947
Registriert am: 23-04-2000
geschrieben: 28-11-2000 12:38 EST Klick hier für Profil von Andre Klick hier für EMail an Andre Visit Andre's Homepage! Eintrag bearbeiten
oder aber man bastelt sich einfach ein Werkzeug, mit dem man bequem dran kommt.. das baut man nur einmal und kann an jedem Trabi arbeiten ;-)
zum Beispiel: abgebrochenen (oder abgesägten)16er bzw. 17er Ringschlüssel an einen Winkel schweißen und schon kann man bequem von oben gegenhalten ohne sich die Pfoten zu quetschen...

Chris601
Einträge: 9764
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geschrieben: 28-11-2000 12:49 EST Klick hier für Profil von Chris601 Klick hier für EMail an Chris601 Visit Chris601's Homepage! Eintrag bearbeiten
Sicher, das beste Werkzeug sind immernoch verlängerte, gekröpfte Gummifinger
Wir haben so einen gewinkelten 17er im Club. Mit dem habe ich daß vorher gemacht. Erstens fällt immer die Mutter runter, wenn se noch nicht fest ist und zweitens fliegt der Schlüssel immer runter, wenn man mal 'n Bissel Kraft drauf gibt...

Sicher, diese Variante ist universeller, aber besser gehts wenn man eine Mutter bastelt, die sich nicht drehen kann.

Sollte ja nur ein Vorschlag sein, jeder kanns ja machen wie er will. währe mir beim Bund nicht mal die 10er A2 Schraube über die Füße gerollt, hätte ich mir heute immer noch die Finger gebrochen. Die Idee kam mir schon vorm Bund, nur hatte ich da erst die nötige Zeit, solche Basteleien zu machen. Die gute Stunde (mit blankfeilen, bohren und Gewindeschneiden und Kaffetrinken) hätte ich sonst nie übrig gehabt Jeder Soldat kann das bestätigen

Chris601
Einträge: 9764
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geschrieben: 28-11-2000 13:26 EST Klick hier für Profil von Chris601 Klick hier für EMail an Chris601 Visit Chris601's Homepage! Eintrag bearbeiten
kupy: deine Methode hat einen wichtigen Nachteil: Oft gehen die beiden Schrauben mit ihren Müttern eine so innige und intensive Beziehung ein, daß sie auch mit Gewalt einfach nicht mehr zu trennen sind, ohne daß man etwas zerstört. Deshalb die Edelstahlschraube
kupy
Einträge: 7563
Registriert am: 11-10-1999
geschrieben: 28-11-2000 14:19 EST Klick hier für Profil von kupy Klick hier für EMail an kupy Eintrag bearbeiten
Das Problem hatte ich aber noch nicht. Erstens: immer die selben ausgeheizten Schrauben und Muttern verwenden anstatt von ständig neuen beim Motor- oder VS-Wechsel. Und zweitens: etwas Graphitfett vor dem Verschrauben (oder Kupferpaste) verhindert zwar nicht die übliche Korrosion, wohl aber das Festrosten von Mutter und Schraube. Und wenn man öfter die Verbindung löst, wird das Spiel zwischen den Gewindeflanken auch größer.
Aber Klar: mit Edelstahl ist dann keine Korrosion mehr.
Ich hab mir den Link mal angesehen und stehe nun vor der Frage: Wie vergleicht man die Festigkeit/Güte mit der von den Stahlschrauben??? 12.9, 10.9, 8.8, sowas gibts ja nicht zum Spaß am Trabi. Zugegeben: für die Beplankung wird das sicher nicht so wichtig sein.
panne
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Registriert am: 18-04-2000
geschrieben: 28-11-2000 16:10 EST Klick hier für Profil von panne Klick hier für EMail an panne Visit panne's Homepage! Eintrag bearbeiten
Dazu habe ich auch schon verzweifelt Informationen auf der Seite gesucht!
Ich kann auch meine Version noch zum Besten geben:
Bei uns bleibt eigentlich alles wie es ist, nur das auf dem Schraubenkopf quer ein Stab aufgeschweißt ist, der seitlich soweit übersteht, daß er am Vorschalldämpfer anschlägt, wenn die Schraube sich durchdreht.

t bird fan
Einträge: 125
Registriert am: 07-09-2000
geschrieben: 28-11-2000 21:34 EST Klick hier für Profil von t bird fan Klick hier für EMail an t bird fan Eintrag bearbeiten
also,es geht doch nichts über einen stattlichen kompressor und einen schlagschrauber,200 DM für den gebrauchten kompressor(270 liter kessel),ein schlagschrauberset gibts im baumarkt für 90 DM(reicht voll aus),und festgegammelte schrauben haben keine chance,da braucht man nicht mal mehr gegenhalten,entweder ist die chose ab oder abgerissen.
simon
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Registriert am: 13-01-2000
geschrieben: 28-11-2000 23:25 EST Klick hier für Profil von simon Eintrag bearbeiten
hmmm mein zaubermittel heisst Kriechöl, oder auch Carmba... und immer die gleichen schrauben verwenden, die halten komischerweise immer noch - nur bei mir verzahnt sich das beist mit der rostschicht, soooo gross war be mir das problem mit den durchdrehenden schrauben noch nicht
siju
simon

Little
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Registriert am: 04-09-1999
geschrieben: 29-11-2000 19:27 EST Klick hier für Profil von Little Klick hier für EMail an Little Visit Little's Homepage! Eintrag bearbeiten
kann eure Probleme nicht nachvollziehen.
unter die linke schraube kommt man problemlos zum gegenhalten und mein handelsüblicher maulschlüssel lässt sich mit etwas erfahrung problemlos am rechten schraubenkopf anfädeln und klemmt dann auch noch allein zwischen vorschaller und anlasser....
trabi
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Registriert am: 26-12-1999
geschrieben: 29-11-2000 22:42 EST Klick hier für Profil von trabi Klick hier für EMail an trabi Visit trabi's Homepage! Eintrag bearbeiten
*littlerechtgeb* aber arbeitserleichterungstipps sind nützlich wenn man in 30 jahren mit reuma in den knochen immernoch trabi fährt
Joost
Einträge: 395
Registriert am: 16-09-1999
geschrieben: 30-11-2000 12:39 EST Klick hier für Profil von Joost Eintrag bearbeiten
Habe auch so ein kurze gerade 17er VSD-Maulschlussel wie Little.
Aber es hat gegeben/gibt ja auch krumme Sonderschlussel 13/17 für Vergaser und VSD. Habe die vor einige Monaten bei Sausewind.com (sonst war's Dixi oder Baller) auf der Site genannt gesehen.
Michael Kastl
Einträge: 360
Registriert am: 07-09-1999
geschrieben: 30-11-2000 09:55 EST Klick hier für Profil von Michael Kastl Klick hier für EMail an Michael Kastl Visit Michael Kastl's Homepage! Eintrag bearbeiten
Da ich mein Auto von meinem Vater weitergereicht bekam, war dieses Problem schon gelöst. Ich weiß zwar nicht wie er darauf gekommen ist, aber jeder Trabi-Fahrer hat ja so seine Tricks.
Jedenfalls hat das Anzusmoment der beiden Schrauben einen wesentlichen Einfluss auf die Vibrationen im Fahrzeug. Es heißt ja auch man soll die Schrauben nicht übelst festretteln (mal abgesehen davon das der Krümmer auch leicht zerspringt beim übermäßigen festziehen). Andereseits dürfen sich die Schrauben auch nicht lösen, also hat sie mein Vater gekontert. Die Schrauben sind auch noch nie festgerostet gewesen. Es war aber auch kein Rosthemmendes Mittel dazwischen, also werden die Schrauben wohl Oberflächenbehandelt gewesen sein, läßt sich aber Aufgrund der rötlichen Verfärbung nicht mehr erkennen (Ist aber kein üblicher Rost).
Diese Konterung läßt sich mit normalen Trabantwerkzeug aus der damaligen Stoff-Wickeltasche ohne Probleme lösen. Erst mit Maulschlüssel die untere Kontermutter gegenhalten und die obere mit Steckschlüssel lösen. Die untere Mutter geht dann leichter, von oben wieder mit Steckschlüssel und unten mit Maulschlüssel und Gummifingern Gegenhalten. Braucht ein bisschen Übung, sonst verbrennt man sich die Finger am eventuell noch heißen Auspuff.
Andi
Einträge: 3951
Registriert am: 22-01-2001
geschrieben: 04-04-2001 16:57 EST Klick hier für Profil von Andi Klick hier für EMail an Andi Visit Andi's Homepage! Eintrag bearbeiten
Hallo !
Hab da mal ne Frage zu Kupy´s Tipp mit dem entkoppelten Auspuff.Wie stark müssen die Federn sein?Sollte die Feder so stark sein, das wenn ich das Drehmoment von ~15Nm erreicht habe,die Feder gerade so oder noch nicht ganz zusammengedückt ist?Erhöht sich eigentlich durch die Feder die Zugkraft die auf das Auge vom Krümmer wirkt beim Drehmoment von 15Nm?Sollte man die Pfanne vom Krümmer und den Kugelkopf vom Vsd schmieren damit er sich dort leichter dreht und sich von selber spannungsfrei rüttelt?
Wird er dadurch im Innenraum merklich leiser?
Vielen Dank euer Andi

Mario
Einträge: 596
Registriert am: 02-07-2000
geschrieben: 04-04-2001 20:17 EST Klick hier für Profil von Mario Eintrag bearbeiten
Hi!
Also wirklich schaden kann es nicht, wenn Du
die "Verbindungsstellen" und z.B. auch die Schrauben mit Kupferpaste behandelst (gibts
sogar im Baumarkt).
kupy
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Registriert am: 11-10-1999
geschrieben: 05-04-2001 08:08 EST Klick hier für Profil von kupy Klick hier für EMail an kupy Eintrag bearbeiten
Über den k-Faktor der Feder hat sich da in Trabikreisen noch niemand Gedanken gemacht, denke ich. Die beste Wirkung erziehlst Du sicher, wenn die Federn beim Nennmoment etwa auf die Hälfte ihrer Ausgangslänge zusammengedrückt sind. Zumindest sollten sie sich schon etwas zusammendrücken lassen. Da das Drehmoment über die Gewindesteigung gleichbedeutend mit der Zugkraft bzw. dem Druck auf das Krümmerauge ist und gilt "Kraft=Gegenkraft", überlastet oder erhöhst Du eigentlich nichts. Allenfalls die Federn können im Laufe der Zeit durch die Hitze leiden. Also Muttern kontern. Und wenn die Federn nicht direkt auf den Krümmer drücken, sondern dicke U-Scheiben drunter sind, ist das Risiko auch geringer. Wieviel das wirklich an Körperschallminderung bringt, ist sicher abhängig von den Federn und dem subjektiven Empfinden, aber an etlichen Westwagen ist sowas üblich und im Flugzeugbau erst recht. Immerhin entkoppelt man so recht wirkungsvoll Schwingungen.
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